Sicherheit

Eine Regel genügt: Zeigen Sie Ihren Bildschirm nur jemandem, den Sie selbst um Hilfe gebeten haben

Keine Bank, keine Polizei, keine Staatsanwaltschaft, kein Finanzamt, kein Paketdienst, kein Energieversorger und kein „Microsoft-Support“ ruft Sie an und bittet Sie, eine App zu installieren oder Ihren Bildschirm zu teilen. Wer anruft und das verlangt, ist ein Betrüger.

So läuft ein Betrugsanruf ab

  1. Ein Anruf, eine SMS oder eine WhatsApp-Nachricht von der „Bank“, der „Polizei“, „Microsoft“, dem „Paketdienst“ oder dem „Stromanbieter“. Es gibt angeblich ein Problem: eine verdächtige Abbuchung, ein Virus auf Ihrem Computer, ein Paket beim Zoll, eine offene Rechnung, ein Ermittlungsverfahren.
  2. Die Person ist sehr hilfsbereit und hat es sehr eilig. Zur „Überprüfung“ müssen Sie etwas an Ihrem Computer oder Telefon tun.
  3. Sie sollen eine App installieren, oft AnyDesk, TeamViewer oder ein anderes Fernwartungsprogramm, und die angezeigte Nummer vorlesen. Manchmal kommt stattdessen ein Link.
  4. Jetzt sieht die Person Ihren Bildschirm. Sie sollen das Online-Banking öffnen, eine TAN bestätigen oder „zur Sicherheit“ Geld auf ein „sicheres Konto“ überweisen. Das Geld ist weg.

Woran Sie es erkennen

  • Der Anruf kam von der anderen Seite, nicht von Ihnen.
  • Zeitdruck: heute noch, in zehn Minuten, bevor das Konto gesperrt wird.
  • Sie sollen eine App installieren, den Bildschirm teilen oder einen Code vorlesen.
  • Sie sollen Online-Banking, eine Banking-App oder eine TAN-App öffnen, während die Person zusieht.
  • Sie sollen mit niemandem darüber sprechen oder am Telefon bleiben.
  • Die angezeigte Rufnummer beweist nichts: Rufnummern lassen sich fälschen, auch die 110.

Was AcrossView dagegen tut

  • Vor jeder Sitzung eine Warnung auf der Seite, die den Bildschirm teilt: Tun Sie dies nur, wenn Sie selbst diese Person um Hilfe gebeten haben.
  • Der Name des Helfers erscheint zuerst, und nach einem Countdown von fünf Sekunden passiert nichts, bis Sie Zulassen drücken.
  • Ein Sicherheitscode auf beiden Bildschirmen; Sitzung beenden ist immer sichtbar.
  • Aus dem Browser kann niemand Ihre Maus und Tastatur bedienen. Steuerung gibt es nur in der Windows-App, und nur wenn Sie sie einschalten.
  • Wir speichern Verbindungsdaten und geben sie im Rahmen des Gesetzes an die Polizei weiter. Konten, die für Betrug benutzt werden, werden geschlossen.

Ehrlich gesagt: Betrüger nutzen meist bekanntere Programme, und keine Warnung hält jeden auf. Die Regel oben schützt Sie besser als jede Software.

Wenn es schon passiert ist

  1. Auflegen. Sitzung beenden. Den Computer vom Internet trennen oder das Telefon ausschalten.
  2. Sofort Ihre Bank anrufen, über die Nummer auf Ihrer Karte oder der Website der Bank, und Konten, Karten und Online-Banking sperren lassen. Je schneller, desto eher lässt sich eine Überweisung noch stoppen.
  3. Anzeige bei der Polizei erstatten: in einem Notfall unter 110, sonst über die Onlinewache Ihres Bundeslandes oder auf jeder Polizeidienststelle. In Österreich erreichen Sie die Polizei unter 133, in der Schweiz unter 117.
  4. Das Programm, das Sie installieren sollten, deinstallieren; alle Passwörter ändern, die Sie eingegeben haben, während die Person zusehen konnte.
  5. Die Verbraucherzentrale berät Sie, wie es nach einem Betrug weitergeht, auch bei Fragen zur Haftung der Bank.
  6. Wurde AcrossView benutzt, sagen Sie uns (auf Englisch) die ID des Betrügers und den Zeitpunkt. Wir gehen dem nach und unterstützen die Polizei mit den Aufzeichnungen, die wir haben.

Dieselben Informationen auf Englisch: Stay safe.